|
|
|
Ahnlich wie die alten koptisehen Kirchen hat das Kioster die Form emer Arche (Symbol fur die Arch Noah), die die Glaubigen vor der Suntflut raetete). Das Hauptportal liegt im westlichen Teil der Nordmauer. Daru~ber sehen wir die Matama, Eme ungefahr zehn Meter hohe Offnung in der Mauer, durch die der Pfortner sehen konnte, wer lautete. Auch konnte er, ohne das Ter offnen zu mussen, den betteinden Beduinen Brot herunter werfen.
Der Turm des Kiosters, der im Stil romischer Festigung erbaut ist, liegt westlich der Pforte. Diese Bauweise wurde von Kaiser Zeno (474 - 491) eingefuhrt, nachdem er in dem beruhmten heiligen Hilarius seine verlorene Tochter Maria erkannt hatte, (lie in der Verkicidrung cines skytischen Mo~nches lebte Von dieser Zeit an baute man uberall Turme ais Zuflucht gegen die in der no'rdlichen Sahara lebenden Barbersta'mme, die von Zeit zu Zeit angriffen. Man bctritt den Tunm uber eme Holzbrtzke. Em Ende der Bruke ist an der Schwelle des Turmeingangs befistigt, walir end das andere Ende mit emer Kette vom Turm aus gehalten wird und nur lose auf der anderen Seite aufliegt. Wenn man in Turm die Kette zieht, stelit sich die Br(ike auf, verdeckt die Eingangsur und trennt gleichzeitig den Turm von der Aussenwelt. Der Turm ist 13 m lang, 14 m breit und 18 m hoch. Er besteht aus emen Erdgeschoss und drei Stockwerken. Im obersten Stockwerk befindet sich eme Kapelle, die dem Erzengel Michail, dern Beschutzer dieses Ortes, geweiht ist. Die Fluchtlinge lebten von dem Wasser, das sie aus emen Brunnen schopften, und von emem Verrat an Lupinen (Bohnen), die in Wasser eingeweicht wurden. Der Turm hat such emige Geheimkammem, die sich oberhaib der bekannten Ra'ume befinden, in denen-die heilgen Bucher und Gerate verbergen werden konnen. (2) Die Kirche der heiligen Jungfrau (Syriche Kirche): aus etwa dem 7 - 9 jahrhundert errichtet. Diese herliche Kirche liegt sudostlich des Tunmes. Sie hat das Dach emer Basilika, die Schiffe werden durch vier Halbkuppeln abgesc~ossen. Sic hat drei Kappelen nach osten. zwei Chore und em Hauptschiff. a) Die mittlere Kapelle, die der Jungfrau Maria geweiht ist, ist cines der sehonesten und altesten Zeugnisse koptischer Kunst. Ihre Wande sind mit Stuckarbeiten verziert, die christliche Symbole darstellen (Fisch, Traube, Palmzweig,Musikinstrumente Davids).Der litarstein besteht aus schwarzem Marmor.
Das Altatgitter (Lettner) wird auch
"Tur der Symbole" genannt. Es besteht aus see hs
Flugeln, drei auf jeder Seite. Jeder Flji (1) Ikonen zeigen die starke beziehung zwischen der Kirche von Alexandria und der von Antioch. Diese Ikomen von Jesus Christi und der heiligen Jungfrau auf, deren rechten Seite ist eme Ikone von St. Mark und eme Ikone von Papst Dioscerus (stellt die Kirche von Alexandria darund auf der linken Seite ist eme Ikone von St. Agnatious und eme Ikone von St. Severus von Antioch (symbolisiert die Kirch von Antioch). (2) Grosse Kreuze a~hnlicher Formen, die sich miteinander eingemischt und mit Kreisen umrahmt sind. Diese symbolisieren die erste christlisehe Epoche (das starke Glauben, die Einheit von Dogma -und Kirche und Ausdehnung trotz aller Angriffe und Belestigungen). (3) Umkrei ste Kreuze, die die romische ehristliche Epoche darstellen watir end der Ara von Constantin, wo die grossen christlichen Zentren errichtet wurden, wie in Alexandria, Rom, Jerusalim, Constantinopole und Cartagenna.
(4) Em Kreuz, das mit eimen Halbmond unkreiset ist, was die Erseheinung des Islams darsteilt. (5) Em Hakenkreuz, das die Ausdehaung von Ketzerein darstellt. (6) Kreuze versehieder Formen, die kicinen zeigen die Vielheit von Doktrinen und Glaubeschwa'che und die glcichgultige Liebe bei emigen Mensehen. (7) Em strahiends Kreuz , was die Ankunft Jesus Christi zeigt, wenn die Merkmale von Gottes Sohn im Himmel erseheinen. b) Der derste Chor :
Dies hat em wunderbares vierfitigliges Ttir. Jeder Fiji gel
besteht aus sechs
c) Der zweite Chor, ist vom ersten durch das breits erwate Tor und vom Hauptschiff durch em niedriges Gitter aus Stein getrennt. Im Sommer wenn Gottesdienste stattfinden, werden die Reliquin der heiligen in der nordostecke des Chors aufbewahrt. d) Das hauptswhift, in der Mitte des Hauptschiffes, nach osten gerichtet befindet sich das Becken ftir die heilige Fusswaschung am Gru.ndonnerstag. Die westliche Halbkuppel der Decke enthalt schone Fresken tiber die Auferstehung Jesus Christi. Eme neue Entdeckung Im Mal 1991, Experten vom franzsocchen Institutes fir Denkmale zusammen mit den a"gyptischen Autoritaten fir Denkmale, kamen flir die Sauberung und Wiederhestellung der Gemalde der Rampe jiber den Eingang von St. Pishoi's Ermitage. Wahrend ihrer Arbeit, .antdeckten sie em anderes Freske unter dem ersten. So, in ciner hochtechnischen Arbeit konnten sie das alte Freske unter bringen. Das neuc entdeckte Gemalde erseheint ganz klar. Experten sagen, es sei cm der schonsten Gemalde von der heiligen Maria. Sic erseheint mit Ersengel Gabriel, Isaak, Moses, Ezekial und Daniel. Das Denkmal has keine Anhnlichkeit in der ganzen Welt. Es geht zurtick bis zum 9. Jahrhundert und wird z.Z. untersucht urn das exakte Datum des mahlens festzustellen. Jeder von den Propheten tragt eme Platte uber die Verkundigung und ewige Jungfratilichkeit der Heiligen Maria. Die Ubersetzung ist wie folgt: (1) Daniel: "Du beobachtete, wah rend ein Stein ohne Hnde aufgeschnitten wurde, (Daniel 2: 34,44) (2) Ezekiel : " Und der Herr sagt zu mir, dieses Tor wird geschlossen, und wird nicht geffnet and kein Mench wird durch es eintreten, weil der Herr Gott von Israil hat durch es eingetreten". (Ezek. 44, 2). (3) Archengel Gabriel : "Freuen sie sich, hoch bevorzogte, der Herr sei mit dir." (Lk 1: 28). (4) Isaiah, "Beobache, die Heilige Jungfrau wird em Kind empfangen und dem gibt sie den Namen Immanuel. (Is. 7 - 14). (5) Moses : "Der Strauch wird in Flamme kommen aber er wird nie verbrennen." (Ex. 3, 2). (Diese Entdeckung beweisst die Herkunft der Kirche nach and besagt ganz klar alle Ansprtiuche ihrer syricher Herkunft "sehe dazu das Foto auf dem Ru"ckumschlag diseses Heftes). (3)
Die St. Pishoi Klause : Der westliche
Chorgang des Haupteschiffes fihrt zu emer der interressantesten
Gedenkstatten (4)
Das Refekterium : Eme Tur der Westwand der
Kirche ftihrt zum alten Refekterium. Der Klosterbrauch schrieb
vor, (5) Die
Kirche der vierzig Marrtyrer : Sic licgt nahe der
Nordwand der Kirche der heiligen Jungfrau. Sic ist den (6) Die Kirche mit der Hohle : (aus ungefah.r dem 13 Jahrhundert) Sie ist wie die grosse Kirche der heiligen Jungfrau geweiht. Besonders zu erwahnen ist:
(7) Der Baum des heiligen Ephraim
:ostlich der Kirche mit der Hohle. Als dieser syrische Heilige
nach Natrun kam (308 (8) Die Bibliothek : Sie entha'lt eme wunderbare Sammlung von emigen hundert koptischen, arabisehen, syrisehen und aethiopischen Manuskripten (Katalog in Vorbreitung) und mehr als 14 000 gendruckte Bai'~de tiber versehiedensten Themen. Sie sind wissenschaftlich registriert und werden von Mo'nchen und Besuchem benutzt.
(9) Das Museum : Hier werden
zahlreiche religio~se und weltliche Gera'~te des Klosters aus
versehidenen a) Alte Ikonen, emige davon haben historischen Wert. b) Em Marmortablet, das in die Kirche der Hohle geho'hrt. Es hat griechisehe und nubische Inschriften zur Erinnerung an emen gewissen Ko~nig Georg von Nubien, der A. D. 1106 geboren, A. D. 1130 gekront wurde und A. D. 1158 starb. Das Tablett ist wahrscheinlich von nubischen Mo~nchen dem Kloster tiberreicht worden. (10) Der Obstbau Em Obstbau ist von den Monchen in emer Bodenfla'che neben dem Kloster errichtet.er schon versorgt das Kioster dit Obst, Gemtise, Zitronen u.s.w. Wie die Monche leben 1. In Zellen : Jeder Mo~nch lebt in ciner privaten Zelle, die aus zwei klemen Ra"umen besteht. Der aussere Raum ist em Lebenszimrner and der innere Raum ist zum Gebet. 2. Ermitage : Monche geniessen emige Zeiten von Ermitage in emer isolierten Zelle in der Nahe vorn Kloster in dern Obstgarten and der Wtiste urn dern Kioster. 3. Die ta"gliche Lebensarbeit : Die Mo'nche machen alle Aufgaben ihres Lehens. So wenige Handarbeiter weden vom Kloster angestellt. 4. Zweimal ta.· gliche Gebetsversammlungen : die eme beim Morgengrauen und die andere folgt bie emer Messe bei Sonnenuntergang. 5. Em einziges System des Essens : Monche befordern das Einsiedelsystern und das Essen in ihren Zellen.
|